News


30.10.2018

What’s the story? Die Sustainable Development Goals

Die Vereinten Nationen haben 17 Nachhaltigkeitsziele für das Jahr 2030 ausgegeben. Unternehmen können SDGs der Vereinten Nationen für Ihr Storytelling nutzen und ihr Nachhaltigkeits-Engagement verbessern. Von Gunnar Brune.

STORIES entwickelt Geschichten für Marken, Organisationen und Persönlichkeiten. Diese Geschichten unterhalten und überzeugen. Sie helfen, in Erinnerung zu bleiben und aktivieren, um konkret zu handeln. In „What’s the Story“ stellen wir kurz zusammengefasst Beispiele und Anregungen für besseres Storytelling vor.

Die größte und vielleicht bedeutsamste unserer Geschichten erzählt von der Erschaffung der Welt. Die Bibel geht auf Nummer sicher und bietet in der Genesis gleich zwei Versionen an: Einmal ist die Erde wüst und leer und dann fängt es an zu regnen. In der anderen Version ist die Erde von Wasser bedeckt, welches sich dann zurückzieht.

Spaß beiseite. Die Schöpfungsmythen der Welt sind wichtig für unser Selbstverständnis im hier und jetzt. Viele Start-ups erzählen Geschichten der schöpferischen Zerstörung in ihren Elevator-Pitches. Aber heute geht es um das Gegenteil: Es geht um die Arbeit für die Rettung der Welt vor der Zerstörung durch den Menschen. Und dafür gibt es seit 2015 ein sehr gutes Konzept der Vereinten Nationen: Die Sustainable Development Goals (SDGs, http://www.un.org/sustainabledevelopment/sustainable-development-goals/).

Kurz gesagt sind die SDGs 17 Oberziele, die von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden, um diese Welt zu einer besseren zu entwickeln. Einer Welt, in der die Bedürfnisse von heute mit denen zukünftiger Generationen in einer nachhaltigen Entwicklung in Einklang gebracht werden sollen. Diese Ziele haben sich die Regierungen gesetzt. Ihre Erreichung liegt aber in den Händen aller Menschen.

Die SDGs sind natürlich keine fertige Geschichte, sondern nur der Anfang. Das Bahnbrechende an dem Konzept ist, dass es eine sehr einfache Einladung ist, sich dem komplexen Thema Nachhaltigkeit operativ zu nähern und einen Beitrag zu leisten. In der Fachsprache des Storytellings ausgedrückt: In dem Story-Modell dieser Geschichte haben die Vereinten Nationen die Rolle des Weisen eingenommen, von dem der Held den „Call-to-Adventure“ erhält. Der Held kann eine Regierung, eine Organisation, ein Unternehmen oder ein Mensch sein. Es gibt genug zu tun. Und es ist nicht mehr viel Zeit.

Unternehmen können die SDGs der Vereinten Nationen für Ihr Storytelling nutzen. Die globale Agenda vereinfacht es, das eigene Engagement zu begründen, zu bewerten, zu verbessern und mit eigenen Stories zu kommunizieren. Natürlich gab es bisher schon Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung – aber die globale SDG-Story der Vereinten Nationen hat es schon nach kurzer Zeit geschafft, neben der notwendigen technischen Darstellung, einen emotionalen und für alle zugänglichen Sinnzusammenhang zu schaffen, in dem die Stories aller in einen Wettbewerb treten. In einen Wettbewerb der Nachhaltigkeit, nicht der Zerstörung.

Von Gunnar Brune, gb@stories-dramaforbrands.com